Swisswatches Iwc Klaus Kurt Watchmaker

Als IWC Uhrmacher Kurt Klaus auf die Smart Watch traf

Wie wunderbar selbstironisch und zeitgemäß die Uhrenbranche sein kann, das ist seit heute Morgen auf humorvolle Art und Weise bei YouTube zu sehen. Es ist wohl der amüsanteste Einfall, die Vorzüge der mechanischen Uhr zu demonstrieren, den eine Brand seit langer Zeit öffentlich gemacht hat: Ein betagter, adrett gekleideter Herr lässt sich in einem Fachgeschäft zu einer Smart Watch beraten. Es geht um Einstellungen, Updates und Haltbarkeit – alles scheinbar simpel, aber doch in der Handhabung umständlich und irgendwie auch nicht so richtig nachhaltig.

Der gut gekleidete Herr ist kein geringerer als der wundervolle Uhrmacher Kurt Klaus, der in den drei neuen Video-Sketches ‚A Smart Watch. And A Half‘ von der IWC die Hauptrolle spielt. Der inzwischen 85-jährige Klaus ist seit 1957 bei der IWC tätig und hat dort den Ewigen Kalender revolutioniert. Er übersetzte den gregorianischen Kalender mit seinen vielen Unregelmäßigkeiten in ein mechanisches Programm, das bis ins Jahr 2499 fast ohne Korrektureingriffe automatisch abläuft.

Zum ersten Mal war diese Konstruktion 1985 in der Da Vinci Chronograph Ewiger Kalender zu sehen und bestand aus lediglich 81 Teilen. Auf langen Spaziergängen in seiner Freizeit grübelte Klaus über den Mechanismus, der noch heute als Meilenstein der Uhrmacherkunst gilt. Er kam damit genau zur richtigen Zeit, als die Quarzkrise der mechanischen Uhrenbranche hart zusetzte. Damals hatte er also schon dem technischen Fortschritt entgegensetzen können, warum also nicht auch jetzt dem digitalen Zeitalter.

Die neuen Kampagnenfilme sind keine Kampfansage gegen die Digitalisierung, sondern lassen es dem Betrachter offen selber zu entscheiden, was für ihn persönlich ‚smart‘ ist und was nicht. Eines steht fest: Eine Smartwatch ist nach wenigen Jahren veraltet, wohingegen eine mechanische Uhr Generationen überdauert. So sieht es wohl auch Kurt Klaus mit einem Augenzwinkern in seinen humorvoll-komödienhaften Videos.