Breguet Classique Hora Mundi 5717 002

Mechanisches Genie - Breguet Classique Hora Mundi 5717 Düsseldorf Boutique Edition

Seitdem der Uhrmacher Louis Cottier im Jahr 1931 die erste Armbanduhr mit Weltzeitfunktion entwickelt hat, wurde an diesem Mechanismus fleißig weitergetüftelt, um die Darstellung und Bedienung dem Träger so ansprechend und einfach wie möglich zu gestalten. Der Klassiker zeigt die 24 Weltzeitzonen mittels eines außenliegenden drehbaren Rings auf dem Zifferblatt, der sich über eine Krone entsprechend justieren lässt. Über die fast 90 Jahre hinweg kamen Varianten mit rotierenden Weltkugeln, Hilfszifferblättern, einem zusätzlichen Zeiger oder sogar Anzeigen in der Gehäuseflanke und Rückseite der Reiseaccessoires dazu. Im Jahr 2011 hat Breguet die Funktion mit einem genialen Mechanismus noch einmal revolutioniert: die Hora Mundi besitzt die erste Zeitzonenanzeige mit augenblicklichem Sprung. Dabei wechselt man mit einem Drücker direkt zwischen zwei Zeitzonen. Damit aber noch nicht genug.

DAS MECHANISCHE GEDÄCHTNIS

Bleiben wir erst einmal bei der augenblicklich springenden Zeitzonenanzeige. Über eine Krone bei 8 Uhr wählt man zunächst eine zweite Zeitzone, in dem man sie herauszieht und auf die gewünschte Stadt innerhalb der Anzeige bei 6 Uhr dreht. Möchte man die Ortszeit ebenfalls auf eine neue Zeitzone wechseln, wiederholt man einfach den Vorgang. Eine ausgeklügelte Memory-Funktion im Uhrwerk errechnet dabei automatisch die Zeitdifferenz zwischen Ortszeit und der zweiten Zeitzone. In die Krone ist ein Drücker eingelassen, über den man nun zwischen den beiden Referenzzeiten jeweils durch Drücken hin und her wechseln kann. Dabei läuft der Sekundenzeiger uneingeschränkt weiter. Die Basis für das Werk mit der Nummer 5717 bildet das Kaliber 777 mit Siliziumhemmung, das durch ein spezielles Modul ergänzt wurde.

Der Clou ist, dass beim augenblicklichen Wechseln auch das Datum und die Tag-/Nacht-Anzeige synchronisiert werden. Sitzen wir zum Beispiel gegen 19 Uhr beim Abendessen irgendwo in Mitteleuropa, schlafen die meisten Menschen in Tokio bereits. Der Zeitunterschied beträgt neun Stunden gegenüber der GMT-Zeitzone. Logischerweise befinden sich die Japaner dann auch schon im nächsten Kalendertag, die Sonne geht (je nach Jahreszeit) langsam wieder auf, bei uns unter.

Die Hora Mundi von Breguet berücksichtigt all diese Anzeigen für alle erdenklichen Konstellationen innerhalb der 24 Zeitzonen. Ein respektables technisches Savoir-Faire, an dem das Team von Breguet drei Jahre lang arbeitete und folgerichtig vier Patenanträge einreichte.

EIN HIMMEL AUS LAPISLAZULI

Wir wären nicht bei der Maison Breguet, würde nicht der technische Anspruch auch eine gleichermaßen ästhetische Umsetzung zur Folge haben. Jede Funktion findet seinen künstlerischen Kompagnon auf dem Zifferblatt. Die aufgehende Sonne in Gold schwebt über eine Himmelsscheibe aus Lapislazuli. Geht sie unter, schiebt sich ein Mond aus rhodiniertem Gold hervor.

Das Datum bei 12 Uhr wird über eine sonderbare Apertur angezeigt, worin über eine schleppende Scheibe drei aufeinanderfolgende Daten zum Vorschein kommen. Ein Schleppdatum? Ja, quasi – und um zu wissen, an welchem Datum man sich orientieren soll, wurde dafür ein retrograder Zeiger mit einem Ring angebracht, der das aktuelle sich durch den Tag ‚schleppende‘ Datum begleitet und um Mitternacht auf das Datum des beginnenden Tages zurückspringt. Man muss sich vor Augen führen, dass alle filigran gearbeiteten Elemente augenblicklich und gleichzeitig synchron mitspringen, sobald zwischen den Zeitzonen gewechselt wird.

NEUE ZEITZONE: DÜSSELDORF

Das Zifferblatt ist aus Massivgold, worauf ein Ozean aus mehreren Schichten Lack und handguillochierten Wellenmotiven entstanden ist – ein versilberter und kreisförmig satinierter Stundenkreis gibt den Fluten halt. Die blankpolierten Kontinente zeigen jeweils zwei Weltregionen und sind in drei Ausführungen erhältlich: Nord-und Südamerika, Europa und Afrika und Asien und Ozeanien.

In der neuen Hora Mundi Düsseldorf Boutique Edition, die kürzlich anlässlich der Boutique-Eröffnung in Düsseldorf vorgestellt wurde, zeigt für die Westeuropäische Zeitzone nicht Paris wie üblich, sondern Düsseldorf. An der Königsallee findet man ab sofort die deutschlandweit erste Boutique von Breguet. Die großzügige Ladenflache hat eine eigene Lounge – eine originale Guillochier-Maschine steht symbolisch für ein Handwerk, das der Gründer Abraham-Louis Breguet bereits 1786 erfand und etablierte.

Wer den einzigartigen Weltzeitmesser für 76.100 Euro in 18 Karat Roségold haben möchte, sollte ihn bei einem Zwischenstopp in der neuen Düsseldorfer Boutique in Auftrag geben, wo er exklusiv, aber nicht limitiert erhältlich ist. Für 91.000 Euro steht dann auch noch eine Ausführung in Platin 950 zur Auswahl.

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